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CULTURE | 26.10.2016

Berlin tanzt: Pina Bausch und das Tanztheater

Mit ihren Choreografien prägte Pina Bausch das moderne Tanztheater wie keine andere. Geschichte schrieb sie jedoch nicht in Weltmetropolen wie Paris oder New York, sondern im beschaulichen Ruhrgebiet – im Lichtburg Proberaum in Wuppertal. Dem Entstehungsort ihrer meisten Choreografien, in denen sie Schauspiel und künstlerische Performance auf einzigartige Weise miteinander verband. Zutritt zu dem alten Kinosaal aus den 50ern hatte – bis auf die Tänzerinnen und Tänzer – so gut wie niemand. Selbst bei der Fahrt mit der Schwebebahn (der Proberaum befindet sich ungefähr auf gleicher Höhe), wurden neugierige Blicke mit weißem Stoff vor den Fenstern abgeschirmt.

Die Ausstellung „Pina Bausch und das Tanztheater“ lüftet im Berliner Martin Gropius Bau nun vom 16. September bis 9. Januar 2017 das Geheimnis hinter jenen Vorhängen. Neben Objekten, Installationen, Fotos und Videos aus dem Pina Bausch Archiv, wurde auch eine originalgetreue Nachbildung des Proberaums installiert. Ballettstangen, ein Klavier, selbst der lange Holztisch stehen hier. Von ihm aus beobachtete Pina Bausch stets ihre Tänzer und machte sich währenddessen Notizen.

Mit einem starren Ausstellungsraum, bei dem der Museumswärter einen bereits wenige Sekunden nach dem Betreten mit dem berüchtigten „Nicht anfassen und am besten auch nicht atmen“-Blick beäugt, hat dieser kaum etwas gemeinsam. Vielmehr ist er als Ort der Begegnung zu verstehen, an dem das Erbe Pina Bauschs mittels Tanzeinlagen und Workshops wieder lebendig wird. Gefüllte Wassereimer wie im Stück „Vollmond“, müssen und sollten dafür jedoch nicht im Saal ausgekippt werden. Falls der Blick des Wachpersonals also demnächst wieder bedrohlich lange auf ihnen haften sollte, verstehen Sie diese einfach als stumme Aufforderung zum Tanz.

Weitere Infos zur Ausstellung im Martin Gropius Bau in Berlin (bis 9.1.2017) finden sie hier. Und zur Einstimmung auf den Besuch gibt es unserer Meinung nach keinen besseren Film als Wim Wenders Hommage an „Pina“ (s. Trailer oben).

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