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Magazin

Photo: iStock.com/marchello74
CULTURE | 30.11.2016

Allude’s Miami: Travel-Tipps von Andrea Karg und Team

Party in the city where the heat is on
All night, on the beach till the break of dawn
Welcome to Miami
Buenvenidos a Miami

Will Smith, „Miami“

In Floridas inoffizielle Hauptstadt locken neben deutlich mehr Sonnenscheinstunden als in Nordeuropa vor allem ein unbeschwertes Lebensgefühl und experimentierfreudiges Design: vom Art-Dèco-Hotel bis zum Gym-gestählten Körper am Strand. Gerade in der Adventszeit ist Miami ein herrliches, palmengesäumtes Kontrastprogramm zu langen Schlangen in Einkaufszentren, komplizierter Gästeliste sowie aufwändiger Menü- und Outfitplanung. Ach, und die Weihnachtskarten müssten auch noch …

Mit einem zusätzlichen Goodie kann das Beauty- und Party-Mekka am Golfstrom vom 1. bis 4. Dezember punkten, dann nämlich, wenn Künstler aus aller Welt, deren Sammler und die renommiertesten Galeristen die Stadt während der Art Basel Miami zum place to be machen. Auch unter der Sonne Floridas trägt man natürlich (Sommer-)Cashmere, und da Andrea Karg zudem selbst eine Kennerin der Kunstsezene ist, haben wir in diesem Guide einige Highlights der Messe und von Miami Beach aufgelistet. Happy Art Holidays!

WHERE TO SLEEP

Faena Hotel Miami Beach, 3201 Collins Ave
In diesem Hotel läuft die Selfie-Kamera heiß, und zwar kreuz und quer durch die öffentlichen Bereiche und die 169 Suiten. Ob am um großzügigen Pool mit rot-weiß gestreiften Sonnenschirmen im Retro-Look, in den glamourösen Zimmern, die Gianni Versace gefallen hätten, oder vor dem vergoldeten Mammut-Skelett des britischen Künstlers Damien Hirst, das im Garten steht. Langeweile kommt im Faena ganz sicher nicht auf. Lust auf eine kulinarische Abenteuerreise? Im hauseigenen Restaurant Pao by Paul Qui wird asiatische Küche mit europäischen Einflüssen aus Spanien und Frankreich serviert. Bestes Beispiel ist eine moderne Paella-Variante, bei der ein im Ganzen gebratener Fisch auf Salat und Reis in der Pfanne serviert wird.

Soho Beach House, 2901 Collins Ave
Den entspannten Boho Chic à la Sienna Miller und Kate Moss versuchen wir ja schon seit einer gefühlten Ewigkeit im eigenen Kleiderschrank zu etablieren. Wirklich durchgesetzt hat er sich in unseren Breiten jedoch nie. Was wohl an der deutschen Zurückhaltung in Sachen Supersommer liegen dürfte. In Miami gehört echtes Boho-Feeling zum Check-in im Soho Beach House dazu. Der Mix aus urigen Vintagemöbeln, bunten Stoffen und luxuriösen Details lässt uns fast automatisch jene legendären Zeilen aus „Soul Kitchen“ von The Doors anstimmen, während wir uns eine leichte Cashmeretunika überwerfen:
Well the clock says it’s time to close now

I know I have to go now
I really want to stay here
All night, all night, all night“.
Zum Dinner lohnt es sich, einen Platz auf der Terrasse zu reservieren. Der sunset ist atemberaubend! Ein passender Cocktail ist der „Golden Light“ mit Grapefruit und Fallernum.

WHERE TO EAT

Phuc Yea, 7100 Biscayne Blvd
Als das Phuc Yea vor fünf Jahren eröffnete, war die Schlange vor dem kleinen Restaurant so lang, dass viele wieder umkehren mussten. Mit knurrendem Magen. Nicht einmal die Gründer des kleinen vietnamesischen Restaurants, Aniece Meinhold und Cesar Zapta, hatten mit solch positivem Zuspruch gerechnet. Geplant war das Phuc Yea nämlich bloß als als Pop-up-Restaurant. Seit diesem September ist das Phuc Yea dauerhaft angekommen, auf dem Biscayne Boulevard. Eingerichtet mit einem herrlichen Mix aus Moderne und über 250 Jahre alten Antiquitäten. Besonders stilvoll: die Private Dining Rooms!

The Bazaar by José Andrés, 1701 Collins Ave
Obwohl das luxuriöse Restaurant mit seinem riesigen Korallen-Kronleuchter sehr eindrucksvoll und fast einschüchternd wirkt, kann sich jeder Gast hier ganz entspannt zurücklehnen. Die Besteckreihenfolge – von außen nach innen etc. – braucht niemand einzuhalten, denn hier gelten andere Tischregeln. Tapas etwa werden in gläsernen Schuhen serviert und die aufwändig drapierten Salate in Schalen angerichtet, die Konservendosen ähneln. „The Bazaar“ von Sternekoch José Andrés ist eben weit entfernt vom anstrengenden Chi-Chi, wie ihn manches Top-Restaurant zelebriert. Gaumenschmaus trifft Augenzwinkern!

WHERE TO DRINK

Pool Bar im 1 Hotel, 2341 Collins Ave
Während Rooftop Bars in unseren Breiten ab September nur mit Heizpilz und Cashmeredecke erträglich sind, darf in Miami praktisch das ganze Jahr über im luftigen Kaftan an Cocktails werden. Den wohl besten Ausblick bietet eindeutig die Dachterrasse im 1 Hotel, von der aus sich die Skyline und das Meer auf 360-Grad-Aussicht bewundern lassen. Von den Liegen am Pool macht people watching bei kreativen Drinks und cooler Livemusik gleich noch mal so viel Spaß. Cheers!

Wynwood Walls / Wynwood Kitchen & Bar, 2550 NW 2nd Ave
Bevor die Wyndwood Walls sich in einen Hotspot für Street Art entwickelten, bestand der Straßenzug vorwiegend aus leerstehenden Fabrikgebäuden, in die man sich am besten nicht verirrte. Erst der amerikanische Kunstmäzen Tony Goldman verwandelte die vergessene Gegend in einen Park samt Freiluft-Galerie für Graffitis. Mittendrin befindet sich die Wynwood Kitchen & Bar. Spaß macht hier nicht nur die hervorragende lateinamerikanische Küche, sondern auch der Mix farbenfroher Graffitis, die sich quer durch das Restaurant ziehen. Neben lokalen Größen wie Santiago Rubino sind abstrakte, 6 Meter hohe Werke des Berliners Christian Awe darunter.

HIGHLIGHTS AUF DER ART BASEL MIAMI

Tony Cragg
Damit seine außergewöhnlichen Arbeiten ausreichend Platz finden, räumt man für den britischen Künstler Tony Cragg schon mal ein ganzes Museum leer. Und auch auf der Art Basel in Miami ragt die Kunst des 67-Jährigen aus der Masse: Seine verdrehten und verschlungenen Objekte aus Plastik, Edelstahl und Holz scheinen sich dabei regelrecht durch den Raum zu strecken. Einige schemenhafte Gesichter wirken dabei wie vom Wind zerzaust. Aber waren das überhaupt menschliche Züge bei diesem „Rorschachtest für Fortgeschrittene“?

Brian Jungen
Sneakerholics dürften beim Anblick von Brian Jungens dreidimensionalen Wandwerken schon nach wenigen Sekunden in Ohnmacht fallen. Der Kanadier greift dabei nicht etwa auf übliche Materialien wie Metall, Stoff oder Holz zurück, sondern auf echte Sportschuhe, wie den berühmten Nike Air Jordan. Internationale Aufmerksamkeit erregte der 46-Jährige mit einer Serie von Indianer-Masken, für die Sneaker-Teile neu zusammengefügt und von Hand vernäht wurden. Bei seiner neuesten Arbeit „Walk this Way“ ging der Künstler sogar noch weiter und zerschnitt beliebte Kultturnschuhe kurzerhand selbst.

Jacqueline Humphries
Auf den ersten Blick wirkt alles, was das Atelier der amerikanischen Künstlerin verlässt, wie ein Chaos aus Farben, Linien und Formen. Abstrakt, unergründlich, ohne offensichtliche Bedeutung. Erst bei genauerer Betrachtung wird deutlich, welche Botschaft sich hinter den Bildern verbirgt. Vermeintliche Dreiecke entpuppen sich als kleine „Häufchen“, wie man sie aus der Emoji-Palette von Smartphones kennt. Statt beiläufigem Boldkonsum fordert Jacqueline Humphries so höchste Konzentration und Muße ein.

Nach aufregenden Tagen und Nächten zwischen South und Miami Beach, geballter Kunst und gekühlten Drinks soll noch einmal Will Smith das letzte Wort haben:

Here I am in the place where I come let go
Miami the base and the sunset glow

Will Smith, „Miami“

Foto (Aufmacher): iStock.com/marchello74; Faena Hotel (feat. art work by @gfuenmayor77); 1 Hotel South Beach/@ellenmannaert

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